Wer wir waren
Die Arbeiten der Serie ‚Wer wir waren‘ beziehen sich auf die Konstruktion und das Erleben der menschlichen Existenz in der Zeit.
Das Bemühen um Kohärenz des Lebens und Verortung in Zeit und Raum ist eine Suche mit offenem Ende, eine Geschichte, die fragmentarisch bleibt und sich von Moment zu Moment tastet, konfrontiert mit der Unmöglichkeit, diese in der Gegenwart zu erkennen oder in die Zukunft zu prognostizieren.
Indem die Momente aneinandergereiht werden, entstehen Geschichten, die dem Leben Sinn und Richtung verleihen sollen: Wo komme ich her, wo stehe ich, wo gehe ich hin.
Die Bilder geben weder Antworten noch definieren sie Orte. Sie evozieren innere Landschaften und ermöglichen Resonanz – Assoziation, das Erinnern eigener Erlebnisse. Die Arbeiten laden ein in den offenen Prozess des Nachspürens und Nachdenkens über die menschliche Existenz in sich verändernden Zeiten und Räumen, ermöglichen den Umgang mit Unsicherheit auch jenseits des Begreifbaren.
Die unterschiedlichen Ebenen der Zeichnungen entsprechen der Komplexität des Momentes und des Erinnerns, gekennzeichnet durch unterschiedliche Wahrnehmungs- und Realitätsebenen. Schärfe und Unschärfe überlagern sich. In den Spiegelungen und Schichtungen verliert sich die gegenständliche Bedeutung in einen offenen Raum.
Die Gleichzeitigkeit von Intimität und Anonymität im Dargestellten verweist auf die universelle Sprache der Berührung und der zwischenmenschlichen Verbindungen. Im gleichen Augenblick erinnert sie an die Unmöglichkeit dauerhafter Verortung und Beständigkeit.
Zeichnungen und Titel wirken als Fragmente einer universellen Erzählung – Echos menschlicher Präsenz.
Who We Were
The works in the series “Who We Were” explore the construction and experience of human existence in time.
The quest for coherence in life and for a sense of place in time and space is an open-ended search, a story that remains fragmentary and feels its way from moment to moment, confronted with the impossibility of recognizing it in the present or predicting it in the future.
By stringing moments together, stories emerge that are meant to give life meaning and direction: Where do I come from, where am I now, where am I going.
The images neither provide answers nor define places. They evoke inner landscapes and enable resonance—association, the recollection of one’s own experiences. The works invite viewers into an open process of tracing and reflecting on human existence in changing times and spaces, enabling a way of dealing with uncertainty even beyond the comprehensible.
The different layers of the drawings correspond to the complexity of the moment and of memory, characterized by different levels of perception and reality. Sharpness and blurriness overlap. In the reflections and layering, the representational meaning dissolves into an open space. The simultaneity of intimacy and anonymity in the depicted refers to the universal language of touch and interpersonal connection. At the same time, it serves as a reminder of the impossibility of permanent location and permanence.
The drawings and titles function as fragments of a universal narrative – echoes of human presence.